23-24 Okt 2024

in Hallein, Salzburg

Österreichs zentrales Event

für klimaneutrale Sanierung

Der Beitrag von Einfamilienhäusern zur Erreichung der klimapolitischen Emissionsziele

eingereicht von Team: Moser Mario

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Kurze Beschreibung

In vielen Sektoren des wirtschaftlichen Systems stehen große Umbrüche bevor, um die festgelegten Emissionsziele der nationalen bzw. internationalen Klimapolitik zu erreichen. Besonders im Bereich der Einfamilienhäuser gibt es ein großes Verbesserungspotenzial, welches in Zukunft durch verschiedene Faktoren wie zum Beispiel Wohnraumheizung oder dezentrale Stromerzeugung ausgeschöpft werden soll.

Den fossilen Energieträgern muss der Mensch sich langsam, aber sicher abwenden, um sie in wenigen Jahren ganz zu verbannen. Bei Neubauten wird dies bereits durch Gesetze und Vorschriften geregelt, jedoch stellen viele Altbauten bzw. Bestandsgebäude ein riesiges Verbesserungspotenzial von Energieeffizienz, Ressourcenverbrauch und eine damit verbundene Einsparung von Treibhausgasemissionen dar.

Da unter anderem nicht nur die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien erfolgen, sondern auch die Gesamtenergieeffizienz bei Häusern drastisch erhöht werden soll, sind Photovoltaikanlagen eine der wichtigsten Elemente für diesen Prozess. Jedoch stellt solch eine Anlage bei jedem Haus eine neue Herausforderung aufgrund unterschiedlicher Dachausrichtungen der Himmelsrichtung, Verschattungselemente und weitere Faktoren dar. Im Idealfall kann der gesamte Stromverbrauch eines Einfamilienwohnhauses bilanziell oder mit Einsatz eines Stromspeichers mit Photovoltaikanlage generiert werden.

Diese vorliegende Masterthesis wird unterteilt in einen theoretischen und einen empirischen Teil. In den theoretischen Kapiteln werden verschiedene erneuerbare, als auch konventionelle fossile Stoffe mittels Literaturrecherchen erläutert. Im empirischen Teil sind Interviews mit Experten aus verschiedensten Branchen durchgeführt worden, wobei der Fokus auf erneuerbare Energieträger gelegt wird. Abschließend werden somit die Forschungsfragen beantwortet.
Resultierend aus dieser Forschungsarbeit konnte festgehalten werden, dass es durch energieeffizientere Maßnahmen und vor allem durch den Willen der Menschheit gelingen kann, die CO2-Emissionen zu senken und zunehmende Klimakatastrophen zu vermindern.

Projektziele

In dieser Masterthesis soll erörtert werden, welchen Beitrag Einfamilienhäuser zur Erreichung der klimapolitischen Emissionsziele 2030 leisten können. Im theoretischen Teil wird dargelegt, welche Rahmenbedingungen rechtlich bestehen, um die festgelegten Klimaziele 2030 zu erreichen. Ebenfalls werden auf dem Markt erhältlichen Technologien ermittelt, welche zur Einsparung der CO2-Emissionen der Einfamilienhäuser beitragen können.
In der Empirie wird untersucht, welche Erfahrungen im Hinblick auf umweltfreundliche Technologien es im Einfamilienhaussektor gibt. Überdies wird erhoben, welche zusätzlichen Anreize für EinfamilienhausbesitzerInnen geschaffen werden können, um die Klimaziele 2030 zu realisieren. Um das Erreichen der klimapolitischen Ziele zu fördern, soll diese Masterthesis eine Handlungsempfehlung für zukünftige HausbesitzerInnen beim Errichten von Einfamilienhäusern sein.

Methodik

In dieser Arbeit sollen durch einen theoretischen und empirischen Forschungsansatz Antworten auf die gestellten Forschungsfragen gefunden werden. Die theoretischen Subfor- schungsfragen werden durch die Analyse von wissenschaftlicher Literatur zum Thema beantwortet.

Die empirischen Subforschungsfragen sollen durch die Analyse von Experteninterviews dargelegt werden. Da sich das Auswerten von Experteninterviews und die darauffolgende Rekonstruktion von Expertenwissen in zahlreichen Forschungsprojekten bewährt hat, wurde diese Methode ausgewählt. Die InterviewpartnerInnen werden aus verschiedenen Branchen und betrieblichen Positionen ausgewählt, um eine repräsentative Stichprobe darzustellen. Im Interview dienen Leitfäden als Orientierung für den/die InterviewerIn.

Anders als bei Fragebögen (quantitativ) können sich die befragten Personen in Interviews frei zum Thema äußern, denn es gibt keine vorgefertigten Antworten. Die Interviews wer- den mit dem Smartphone digital aufgezeichnet und können somit jederzeit wiedergege- ben werden. Als Auswertungsmethode wird die qualitative Inhaltsanalyse gewählt.

Ergebnisse

Welchen Beitrag können Einfamilienhäuser zur Erreichung der klimapolitischen Emissionsziele leisten?
In dieser Masterthesis konnte festgestellt werden, dass Einfamilienwohnhäuser einen Beitrag zu Erreichung der klimapolitischen Emissionsziele leisten können. Jedoch kann nicht nur auf neue Technologien gesetzt werden. Auch ein Umdenken der Bevölkerung ist notwendig. So sollte sich jeder Bürger/jede Bürgerin Gedanken über den täglichen bzw. jährlichen Konsum machen. Durch kleinere Einschränkungen, wie den Verzicht auf Flugreisen oder den wöchentlichen Einkauf regionaler zu gestalten können CO2-Emissionen eingespart werden. Eine weitere Möglichkeit Treibhausgasemissionen zu reduzieren, stellt der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften dar.
Der bewusste Einsatz von bedarfsabgestimmten Technologien im Einfamilienhaus ist ein weiteres Kriterium, um die festgelegten Emissionsziele zu erreichen. Bei Neubauten wird dies durch Gesetze und Vorschriften geregelt. Die Bestandsgebäude des letzten Jahr- hunderts stellen aber das größte Energieeinsparungspotenzial dar. Durch einfache Maß- nahmen wie etwa Dämmung der letzten Geschossebene kann schnell und wirtschaftlich Energie eingespart werden.
Bei jedem Neubau oder auch Sanierung ist jedoch darauf zu achten welche Baustoffe eingesetzt werden. Daher sollte bedacht werden, dass bei Anbringung einer Fassadendämmung aus erdölhaltigem Material (XPS, EPS) zwar danach beim Betrieb Energie eingespart wird, jedoch für die Herstellung des Dämmstoffes Energie notwendig ist. Das größte Problem stellt jedoch, nach dem Einsatz des Dämmstoffes, die Entsorgung dar. Da ein organischer Stoff (Kleber) mit Kunststoffen vermischt wurde.
Durch den Betrieb einer Photovoltaikanlage kann bei einer Überdimensionierung ein Überschuss an elektrischer Energie erzeugt werden, was wiederum einen Haushalt zum „Pro-Sumer“ Haushalt macht. Durch diesen bilanziellen Überschuss entstehen viele kleine „Kraftwerke“ genau dort, wo die Energie benötigt wird. Somit wäre eine dezentrale Energieversorgung geschaffen und große Kraftwerke, die mit fossilen Energieträgern oder Atomkraft betrieben werden, können außer Betrieb gehen.
Einen weiteren Punkt zur Energieeinsparung stellt der sorgfältige Umgang mit Wasser dar. Wird Regenwasser angesammelt und dieses als Brauchwasser bzw. zur Bewässerung von Pflanzen etc. verwendet, können Ressourcen eingespart werden. Vor allem im Neubau oder bei Sanierungen ist es meist möglich, eine Regenwasserzisterne zu verbauen.
Abschließend steht fest, dass durch den Willen der Menschen und den Einsatz moderner Technologien ein Beitrag zur Erreichung der klimapolitischen Emissionsziele geleistet werden kann. Um dies umzusetzen, muss jedoch die internationale Bevölkerung an einem Strang ziehen. Weiters ist festzuhalten, dass nicht nur durch Einfamilienwohnhäuser etwas verbessert werden kann, sondern auch große Energieverbraucher weltweit, wie die Industrie und der Mobilitätssektor vor großem Verbesserungspotenzial stehen.

Adressierte Innovationsfelder

Meine Masterarbeit bezieht sich auf das Innovationsfeld erneuerbare und klimaneutrale Energieversorgung, da ich mich speziell mit dem Thema Klimawandel und deren Auswirkungen im Einfamilienhaussektor beschäftigt haben. Das Ziel war Einfamilienhaus-BesitzerInnen einen Leitfaden für klimabewusstes und klimaschonendes Bauen mitzugeben. Der Bereich der Einfamilienhäuser kann maßgeblich zur Erreichung der Klimaziele 2030 beitragen. Welche Energieformen dafür am besten in Frage kommen beantworte ich in meiner Masterarbeit.

Infos zum Studium

Hochschule
FH Wien
Studium
Master
Studienübergreifend?
Nein
Semester
4

Bilder und Skizzen